Geneigter Leser. Heute ist eine Meldung bei Heise hereingeflattert, in der die aktuellen Preisentwicklungen im Technik-Segment denen der Waren des täglichen Bedarfs gegenübergestellt werden.
So sind PCs etwa 25 % billiger geworden (neben Notebooks, Fernsehgeräten, Digitalkameras ... dem ganzen Technikkrempel halt, wo ähnliche Veränderungen zu sehen sind), demgegenüber sind beispielsweise Nudeln fast 29 % teurer geworden.
Ich weiss nicht genau, was man daraus für sich ableiten soll. Wenn man sich beim Essen etwas zurücknimmt, kann man sich einen weiteren MP3 Player oder noch ein Handy oder wieder mal einen PC kaufen (Gähn). Wenn man allerdings bei der Technik spart, hat man nicht so viel davon: Mit einem PC weniger reicht es gerade mal für 2 Monate Essen. Wohl dem, der nichts isst. Vom Heizen ganz zu schweigen. Dann lieber alle Computer und Fernseher anschalten und in einem Raum aufstellen. Das wird auch warm.
[OK, das war jetzt reichlich durcheinander. Aber die Preisveränderungen und die Auswirkungen auf alle möglichen Lebenslagen sind es auch - wenn ich nur an die Leute in Haiti denke, die Lehmkekse essen, um irgendetwas in den Bauch zu bekommen.]
Montag, 25. August 2008
Bogen::Finale
Gestern waren wir zu vielt am Rhein und haben mit allen möglichen Bögen geschossen. Kind und Kegel waren auch dabei und es hat echt Spaß gemacht. Der Eibenbogen hat sich als echter Kracher herausgestellt, man kann richtig weit damit schiessen. Nur mit der Genauigkeit hapert es noch. Vermutlich werde ich einen der Bogenschiess-Schnupperkurse besuchen, um wenigstens mal erzählt zu bekommen, wie ich das Ding richtig herum halte etc.
Na jedenfalls: Die Mühe hat sich gelohnt, ich habe nun einen echten Eibe-Langbogen, der sogar schiesst.
Nachtrag zum Biegen etc.:
Am Samstag hatte ich noch eine richtige Sehne gekauft und musste bei den ersten Probeschüssen feststellen, dass die Biegerei fast völlig zunichte gemacht wurde. Also entweder kann man solches Holz nicht biegen oder man muss es wieder ein halbes Jahr trocknen, bevor man schiesst. Egal, nun funktioniert er und ich kann etwas damit anfangen.
Etwas neidisch bin ich allerdings schon auf Katjas echten Laminatbogen. Alles ist so präzise und flitschig.
Na jedenfalls: Die Mühe hat sich gelohnt, ich habe nun einen echten Eibe-Langbogen, der sogar schiesst.
Nachtrag zum Biegen etc.:
Am Samstag hatte ich noch eine richtige Sehne gekauft und musste bei den ersten Probeschüssen feststellen, dass die Biegerei fast völlig zunichte gemacht wurde. Also entweder kann man solches Holz nicht biegen oder man muss es wieder ein halbes Jahr trocknen, bevor man schiesst. Egal, nun funktioniert er und ich kann etwas damit anfangen.
Etwas neidisch bin ich allerdings schon auf Katjas echten Laminatbogen. Alles ist so präzise und flitschig.
Samstag, 23. August 2008
akopalüze nau?
Geneigter Leser!
Es war mal wieder so weit: Heidi und Pelle gehen zusammen aus (unter Vernachlässigung ihrer beider Pflichten als Hundehalter). Wir waren, auch weil Heidi günstig an die Karten herankam, beim Konzert (siehe Titel) von Helge Schneider und Band. Und ich habe Tränen gelacht - wer hätte das gedacht. Ich will hiermit jedem empfehlen, ein Helge Schneider Konzert zu besuchen, auch wenn es mir nicht möglich ist, zu erklären, warum das so lustig ist. Hingehen!
Es war mal wieder so weit: Heidi und Pelle gehen zusammen aus (unter Vernachlässigung ihrer beider Pflichten als Hundehalter). Wir waren, auch weil Heidi günstig an die Karten herankam, beim Konzert (siehe Titel) von Helge Schneider und Band. Und ich habe Tränen gelacht - wer hätte das gedacht. Ich will hiermit jedem empfehlen, ein Helge Schneider Konzert zu besuchen, auch wenn es mir nicht möglich ist, zu erklären, warum das so lustig ist. Hingehen!
Mittwoch, 20. August 2008
Die Stimme
Wer den Film Dune kennt - die Version von David Lynch, nicht die zwar originalgetreuere aber dafür langweiligere Verfilmung aus dem Jahr 2000 - der erinnert sich vielleicht an die Stellen, bei denen die Akteure Dinge von sich geben wie "Er hat die Stimme benutzt". Die Stimme ist in Dune ein Mittel der Bene Gesserit
(http://de.wikipedia.org/wiki/Begriffe_der_Dune-Zyklen#Die_Stimme), um sich Leute gefügig zu machen.
Ich benutze seit einigen Wochen auch diese Stimme. Es ist mir gelungen, meine Stimmbänder so zu modulieren, dass der Köter wesentlich besser auf meine Anweisungen anspringt.
Heute morgen konnte ich sie mehrfach davon abhalten, sich anderen Hunden entgegenzuwerfen um diese spiele-mäßig anzumachen. Nicht schlecht, Stimme!
(http://de.wikipedia.org/wiki/Begriffe_der_Dune-Zyklen#Die_Stimme), um sich Leute gefügig zu machen.
Ich benutze seit einigen Wochen auch diese Stimme. Es ist mir gelungen, meine Stimmbänder so zu modulieren, dass der Köter wesentlich besser auf meine Anweisungen anspringt.
Heute morgen konnte ich sie mehrfach davon abhalten, sich anderen Hunden entgegenzuwerfen um diese spiele-mäßig anzumachen. Nicht schlecht, Stimme!
Dienstag, 19. August 2008
weichgekocht
Dieser Beitrag existiert nur, weil ich es beim ersten Wurfarm verpennt hatte, die bescheuerte Kochvorrichtung zu fotografieren. Diesmal habe ich sogar einen Alufoliendeckel improvisiert, der dazu dienen sollte, dass nicht soviel Wärme entweicht. Das Biegen ging nach 1,5 Stunden weich-kochens auch wirklich leicht.

Hier sieht man nun den Mülleimer-Inneneimer auf dem 2 Platten Campingkocher, den ich mit (steht ja so dran) 23 Litern kochendem Wasser gefüllt habe und dann 1,5 Stunden vor sich hin kochen lies. Aus dem Alufolien Deckel ragt der Bogen raus.
Hier sieht man nun den Mülleimer-Inneneimer auf dem 2 Platten Campingkocher, den ich mit (steht ja so dran) 23 Litern kochendem Wasser gefüllt habe und dann 1,5 Stunden vor sich hin kochen lies. Aus dem Alufolien Deckel ragt der Bogen raus.
Sonntag, 17. August 2008
Man müßte noch mal Hund sein ...
Ich habe gestern aus dem Umland ein altes Bäckerfahrrad abgeholt, dass ich bei einer bekannten online Auktionsplattform erworben habe.
Das Rad hatte ich dazu auserkoren, als Transportmittel für den Köter über längere Strecken zu dienen. Das Teil wurde in der Beschreibungsseite fast als schrottreif beschrieben, aber es fährt. Ich habe gestern noch ein paar Schrauben festgezogen und einen besseren Sattel drauf gebaut und fertig war das Hunderad. Die richtig gute Idee kam allerdings von Heidi. Die hat nämlich vorgeschlagen, dass wir eine unserer alten Blumenkisten als Transportbox verwenden sollen. Die passt auch richtig gut (platz- und stylemäßig) auf den Gepäckträger. Ich habe sie noch mit ein paar Spanngurten befestigt und ein paar Sicherheitsgurte (von vorn und von hinten) für den Hund eingefädelt. Und los ging es.
Das Rad hatte ich dazu auserkoren, als Transportmittel für den Köter über längere Strecken zu dienen. Das Teil wurde in der Beschreibungsseite fast als schrottreif beschrieben, aber es fährt. Ich habe gestern noch ein paar Schrauben festgezogen und einen besseren Sattel drauf gebaut und fertig war das Hunderad. Die richtig gute Idee kam allerdings von Heidi. Die hat nämlich vorgeschlagen, dass wir eine unserer alten Blumenkisten als Transportbox verwenden sollen. Die passt auch richtig gut (platz- und stylemäßig) auf den Gepäckträger. Ich habe sie noch mit ein paar Spanngurten befestigt und ein paar Sicherheitsgurte (von vorn und von hinten) für den Hund eingefädelt. Und los ging es.
Samstag, 16. August 2008
Ge-Bogen
Heute morgen bin ich schon wieder um 6 Uhr aufgewacht und als erstes zu meinem Biegeplatz geschlichen, den ich gestern abend gemeinsam mit Heidi improvisiert hatte. Dort war nichts aufregendes passiert. Der erste Wurfarm ist immer noch auf die Werkbank gespannt und wartet darauf, dass jemand ihn da rausholt. Das blöde an solchen Geschichten ist, dass man vorher nicht weiss, was dabei rauskommt (also, ob es auch sicher funktioniert hat) und dass man trotzdem tagelang warten muss, bis man mal das Ergebnis zu sehen bekommt. Ich hab zwar schon einmal eine Zwille gekocht und die beiden Enden näher zueinander gebogen. Aber das Holz war ja viel dünner und vor allem zieht man im Nachhinein nicht wieder in die entgegengesetzte Richtung, sondern im rechten Winkel dazu. Jedenfalls ist nun Geduld gefragt. Jeder Wurfarm soll "ein paar Tage" trocknen, wie die geschlossene und völlig unpräzise Meinung des Internets zu diesem Thema ist. Ich versuche, das einzuhalten und mache vielleicht erst am Montag oder Dienstag weiter. Draussen steht noch der Campingkocher mit dem Innenteil des Mülleimers mit einem ziemlich unappetitlichen Sud aus dem, was in den Ritzen des Inneneimers noch so drin hin und sich nicht ausspülen lies. Wenn das Biegen nicht klappt, haben wir danach wenigstens noch einen sauberen Inneneimer.

Donnerstag, 14. August 2008
Bogen
Der Bogen ist derzeit auch ohne Sehne ein richtiger Bogen, weil das Holz beim Trocknen unterschiedlich stark geschwunden ist. Das Kernholz stärker als das Splintholz. Daher ist der nach innen (der Fachmann sagt "deflex") zusammengebogen. Vielleicht verhält sich das nur bei Eibe so, vielleicht ist das eine allgemeine Tatsache beim Holz. Jedenfalls muss man wohl eigentlich den "Stamm" oder Ast erst im Ganzen trocknen lassen, und dann erst kann man anfangen, diesen aufzutrennen.
Aber egal, nun ist es einmal so gekommen und ich muss sehen, wie ich trotzdem noch das Beste draus mache.
Ich will die nach innen (oder hinten) gebogenen Enden nun in die andere Richtung (reflex anstelle von deflex) biegen. Da das Holz noch nicht richtig trocken ist, kann ich das mit kochendem Wasser bewerkstelligen. Nur welches Gefäß kann ich dafür nehmen, das praktisch den halben Bogen aufnimmt und dann noch wasserdicht ist und schmal genug, damit so wenig wie möglich Wasser zum kochen gebracht werden muss.
Ich hatte die tollsten Ideen, und weil die Lösung am Ende sehr einfach ist, sollen die Ideen hier präsentiert werden: Zuerst habe ich mir einen Bräter ausgeliehen. Der sah zwar ganz schön groß aus, aber beim Dranhalten war schnell klar, mehr als die Enden bekommt man da nicht hinein. Dann habe ich nach allen möglichen Blecheimern im Haushalt gesucht und nur einen Gefunden, der aber einen Durchmesser von 30 cm hat und über 40 cm hoch ist, also etwa 12 Liter Wasser fasst. Danach wurde es immer aufwändiger: Ein Stück Rohr und ein Blech mittels Schweissen zu einem primitiven Topf verbinden lassen, ein Plastik-Fallrohr mit Endstück versehen und mit Silikon abdichten und das Wasser dann mit einem Tauchsieder zum Kochen bringen, der natürlich das Holz und die Plastik-Wand nicht berühren darf. Nun ja, die Verzweiflung stand mir vermutlich schon ins Gesicht geschrieben.
Letztenendes ist es ganz einfach: Wir haben einen relativ stylishen Blech Mülleimer. Der hat einen Außeneimer, an dem die ganze Tret-Klapp-Mechanik befestigt ist und einen wasserdichten Inneneimer. Und den werde ich für meine Zwecke einsetzen. Zwar wird die Familie dann immer mal wieder für etwa 1 Stunde ohne Inneneimer leben müssen (und dafür entschuldige ich mich hiermit aufs Herzlichste bei meiner schönen Freundin und den Kindern), aber im Gegenzug versetzt es mich dann in die Lage, beim Ausbruch irgendwelchen Bürgerkriegs oder dem Einsetzen massiver Völkerwanderungen aus den armen Teilen der Erde, unser Hab und Gut gegen mordende und raubende Banden zu verteidigen. Vor allem letztere lassen bestimmt nicht mehr lange auf sich warten.
Aber egal, nun ist es einmal so gekommen und ich muss sehen, wie ich trotzdem noch das Beste draus mache.
Ich will die nach innen (oder hinten) gebogenen Enden nun in die andere Richtung (reflex anstelle von deflex) biegen. Da das Holz noch nicht richtig trocken ist, kann ich das mit kochendem Wasser bewerkstelligen. Nur welches Gefäß kann ich dafür nehmen, das praktisch den halben Bogen aufnimmt und dann noch wasserdicht ist und schmal genug, damit so wenig wie möglich Wasser zum kochen gebracht werden muss.
Ich hatte die tollsten Ideen, und weil die Lösung am Ende sehr einfach ist, sollen die Ideen hier präsentiert werden: Zuerst habe ich mir einen Bräter ausgeliehen. Der sah zwar ganz schön groß aus, aber beim Dranhalten war schnell klar, mehr als die Enden bekommt man da nicht hinein. Dann habe ich nach allen möglichen Blecheimern im Haushalt gesucht und nur einen Gefunden, der aber einen Durchmesser von 30 cm hat und über 40 cm hoch ist, also etwa 12 Liter Wasser fasst. Danach wurde es immer aufwändiger: Ein Stück Rohr und ein Blech mittels Schweissen zu einem primitiven Topf verbinden lassen, ein Plastik-Fallrohr mit Endstück versehen und mit Silikon abdichten und das Wasser dann mit einem Tauchsieder zum Kochen bringen, der natürlich das Holz und die Plastik-Wand nicht berühren darf. Nun ja, die Verzweiflung stand mir vermutlich schon ins Gesicht geschrieben.
Letztenendes ist es ganz einfach: Wir haben einen relativ stylishen Blech Mülleimer. Der hat einen Außeneimer, an dem die ganze Tret-Klapp-Mechanik befestigt ist und einen wasserdichten Inneneimer. Und den werde ich für meine Zwecke einsetzen. Zwar wird die Familie dann immer mal wieder für etwa 1 Stunde ohne Inneneimer leben müssen (und dafür entschuldige ich mich hiermit aufs Herzlichste bei meiner schönen Freundin und den Kindern), aber im Gegenzug versetzt es mich dann in die Lage, beim Ausbruch irgendwelchen Bürgerkriegs oder dem Einsetzen massiver Völkerwanderungen aus den armen Teilen der Erde, unser Hab und Gut gegen mordende und raubende Banden zu verteidigen. Vor allem letztere lassen bestimmt nicht mehr lange auf sich warten.
Dienstag, 5. August 2008
Harvest
Es ist Erntezeit im heimischen Garten und die ganzen kleinen Experimentier-Anordnungen müssen nun zeigen, was sie Wert sind. Ich denke, so nach und nach kommt da ein gewisser Grund rein. Je mehr Pferdescheisse ich letztlich ranschleppe, desto besser wird das alles gedeien. Nur war eben wieder kein heisser trockener Sommer. Vielleicht ja nächstes Jahr ...

Die verdorrten Kartoffelpflanzen. Heute wurde geerntet: 3 kg Kartoffeln aus 3 kg Saatkartoffeln. Macht aber trotzdem Spass,

Rot mit ein paar Problemzonen. Tomaten.


Die einzige Pflanze, die es bisher immer geschafft hat: Stangenbohnen. Diesmal in gelb.
Die verdorrten Kartoffelpflanzen. Heute wurde geerntet: 3 kg Kartoffeln aus 3 kg Saatkartoffeln. Macht aber trotzdem Spass,
Rot mit ein paar Problemzonen. Tomaten.
Die einzige Pflanze, die es bisher immer geschafft hat: Stangenbohnen. Diesmal in gelb.
Stela auf großer Fahrt
Das komplette Wochenende ist einer Spontan-Aktion von mir zum Opfer gefallen, die Heidi, mich und Stela zum Paddeln an die Lahn verortet hat. Dabei bin ich meinem dringenden Bedürfnis nachgekommen, wenigstens einmal im Jahr auf einem schlechten Lager die Nacht zu verbringen. Doch trotz der wunderschönen Paddelei und des wohlgesonnenen Wetters war die Nachtruhe diesmal noch extremer, als sie durch hauchdünne und kleine Isomatten und das winzige Zelt ohnehin schon garantiert gewesen wären. Heidi hat das alles schon wunderbar zusammengefasst und mir bleibt hier nur, mich über ihre außerordentliche Beobachtungsgabe zu freuen, die die berichteten Details überhaupt zu Tage gefördert hat. Janina jedenfalls hat ihr Fett wegbekommen.
Mich hat in der ganzen Nacht vor allem mein eigener Kopfschmerz (zu wenig Wasser tagsüber, zu viel Wein abends) gequält. Neben den Problemen von Janina waren es allerdings vor allem die des Nachts durch den Wald hallenden, Tarzan-gleichen Schreie der Metal-Reisegruppe, die mich wach hielten.
Eine Nacht macht man so etwas ja auch gerade noch mit, ohne dass man am nächsten Tag komplett schlecht aufgelegt sein müsste. So war es auch bei uns. Auch am zweiten Tag berauschte uns die Landschaft des Lahntals und Janina und die Metal-Reisegruppe waren im Grunde vergessen.
Was uns schlecht gelang, war das bewußt langsame Paddeln, bei dem es vor allem um das Sehen der Landschaft und weniger um das Vorankommen geht. Wenn man allerdings in einer Schleuse auf einmal von 50 oder mehr Booten umzingelt ist, von denen 10 Prozent es nicht schaffen, die Schleuse auf geradem Weg wieder zu verlassen, sondern vor allem quer zum Fluss fahren und auch dabei kentern (!), dann will man von dort möglichst schnell weg kommen und paddelt was das Zeug hält. Und irgendwie ist es ja doch ganz in Ordnung, wenn man danach erzählen kann, dass man 46 kilometer an anderthalb Tagen zu zweit mit einem 3 Mann Kanu geschafft hat.
Berichtenswert für angehende Lahnreisende ist, dass man zum Einen sein Boot rechtzeitig buchen sollte, vor allem die Schönwetter-Samstage im Sommer sind anscheinend frühzeitig ausgebucht. Wenn ich mir sicher wäre, damit keinen Ärger zu bekommen, würde ich hier lautstark Werbung für unseren Anbieter machen, aber da lasse ich lieber die Finger von.
Zum anderen sind die Schleusen bis vor Limburg von Hand zu betreiben. Teilweise war mir rätselhaft, wie die schwer gängigen Schleusentore von jemandem unter 80 kg Körpergewicht überhaupt bewegt werden können. Kleine Reisegruppen, die aus leichten Mädchen bestehen, könnten hier Probleme bekommen.

Stela freundet sich mit dem Fluss an
Nach jahrelangem Reisen mit Remark und seinem kleinen Kolibri IV, in dem er gerade so zu sitzen kommt und in das ich eigentlich nicht hineinpasse, fand ich das Stechpaddeln in einem ordinären Plastik-Kanu vollkommen erholsam. Wir kamen nicht ganz so schnell voran, konnten dafür aber auch mal die Position und die Paddel-Seite wechseln. Meinem Empfinden nach ist das das Paddler-Paradies. Heidi hat etwas gelitten (vor allem unter Schulterschmerzen), aber ich bezweifle, dass das bei einem Kajak weniger schlimm gewesen wäre. Ich würde jederzeit wieder das Kanu wählen. Außerdem haben wir so den etwas ängstlichen Hund auch noch bequem mit bekommen.
Mit einem Rätsel läßt uns diese Lahnreise allerdings noch zurück: Warum ist Stela freiwillig in die Lahn gesprungen? Dachte sie, dass sie irgendwie schon auf der Lahn gehen können würde oder dachte sie überhaupt nicht oder dachte sie, dass sie es bis zum Ufer schaffen würde? Hatte sie zu große Angst vor dem Boot, dass alles besser war, als auf diesem zu verweilen? Jedenfalls ist nach dem vorab mulmigen Gefühl bezüglich Stelas Verhalten auf den Boot nur gutes über sie zu sagen: Hut ab, Hund!
Mich hat in der ganzen Nacht vor allem mein eigener Kopfschmerz (zu wenig Wasser tagsüber, zu viel Wein abends) gequält. Neben den Problemen von Janina waren es allerdings vor allem die des Nachts durch den Wald hallenden, Tarzan-gleichen Schreie der Metal-Reisegruppe, die mich wach hielten.
Eine Nacht macht man so etwas ja auch gerade noch mit, ohne dass man am nächsten Tag komplett schlecht aufgelegt sein müsste. So war es auch bei uns. Auch am zweiten Tag berauschte uns die Landschaft des Lahntals und Janina und die Metal-Reisegruppe waren im Grunde vergessen.
Was uns schlecht gelang, war das bewußt langsame Paddeln, bei dem es vor allem um das Sehen der Landschaft und weniger um das Vorankommen geht. Wenn man allerdings in einer Schleuse auf einmal von 50 oder mehr Booten umzingelt ist, von denen 10 Prozent es nicht schaffen, die Schleuse auf geradem Weg wieder zu verlassen, sondern vor allem quer zum Fluss fahren und auch dabei kentern (!), dann will man von dort möglichst schnell weg kommen und paddelt was das Zeug hält. Und irgendwie ist es ja doch ganz in Ordnung, wenn man danach erzählen kann, dass man 46 kilometer an anderthalb Tagen zu zweit mit einem 3 Mann Kanu geschafft hat.
Berichtenswert für angehende Lahnreisende ist, dass man zum Einen sein Boot rechtzeitig buchen sollte, vor allem die Schönwetter-Samstage im Sommer sind anscheinend frühzeitig ausgebucht. Wenn ich mir sicher wäre, damit keinen Ärger zu bekommen, würde ich hier lautstark Werbung für unseren Anbieter machen, aber da lasse ich lieber die Finger von.
Zum anderen sind die Schleusen bis vor Limburg von Hand zu betreiben. Teilweise war mir rätselhaft, wie die schwer gängigen Schleusentore von jemandem unter 80 kg Körpergewicht überhaupt bewegt werden können. Kleine Reisegruppen, die aus leichten Mädchen bestehen, könnten hier Probleme bekommen.
Stela freundet sich mit dem Fluss an
Nach jahrelangem Reisen mit Remark und seinem kleinen Kolibri IV, in dem er gerade so zu sitzen kommt und in das ich eigentlich nicht hineinpasse, fand ich das Stechpaddeln in einem ordinären Plastik-Kanu vollkommen erholsam. Wir kamen nicht ganz so schnell voran, konnten dafür aber auch mal die Position und die Paddel-Seite wechseln. Meinem Empfinden nach ist das das Paddler-Paradies. Heidi hat etwas gelitten (vor allem unter Schulterschmerzen), aber ich bezweifle, dass das bei einem Kajak weniger schlimm gewesen wäre. Ich würde jederzeit wieder das Kanu wählen. Außerdem haben wir so den etwas ängstlichen Hund auch noch bequem mit bekommen.
Mit einem Rätsel läßt uns diese Lahnreise allerdings noch zurück: Warum ist Stela freiwillig in die Lahn gesprungen? Dachte sie, dass sie irgendwie schon auf der Lahn gehen können würde oder dachte sie überhaupt nicht oder dachte sie, dass sie es bis zum Ufer schaffen würde? Hatte sie zu große Angst vor dem Boot, dass alles besser war, als auf diesem zu verweilen? Jedenfalls ist nach dem vorab mulmigen Gefühl bezüglich Stelas Verhalten auf den Boot nur gutes über sie zu sagen: Hut ab, Hund!