Ich hatte, von Onkel F. und seiner Event-Gestaltungs-Mentalität angespornt, ein Familien-Event daraus machen wollen, richtig mit theoretischer Einführung, praktischen Übungen und anschliessendem Schiessen, bis die Zughand qualmt.
Irgendwie war es dann im richtigen Leben aber ganz anders. Allein das ankommen und auspacken dauerte viel länger als gedacht. Für meinen theoretischen Teil wurde kaum Interesse aufgebracht, der Hund war beispielsweise von den nachbarlichen Schafen ganz abgelenkt und der Rest der Familie entsprechend von dem Hund (und den Schafen). Und dann fing es auch noch an zu regnen. (Interessant war auch, dass nach derfganzen Aktion auf einmal die Sonne rauskam und mich verbrannte und uns im Auto grillte bzw. kochte.)
Naja, letztenendes wurden doch ein paar Pfeile abgeschossen.
Sophie hat jedoch schnell das Interesse verloren und sich lieber den vorhandenen Pflanzen und deren Früchten gewidmet. Heidi hat schnell entdeckt, dass es sich hierbei nicht um ihre Sportart handelt. Alles sei zu ausrüstungsintensiv und überhaupt hat sie ja nicht mal die Gelegenheit gehabt, alles richtig zu lernen. Justin hat es sehr ernst genommen, jedoch auch ihm (und mir) ging schnell die ewige Sucherei nach den daneben gegangenen Pfeilen auf die Nerven. Denn es kamen ungefähr 5 Minuten Suchen auf eine halbe Minute Schiessen. Die daneben gegangenen Pfeile flogen in einem extrem flachen Winkel den leichten Abhang herunter und versteckten sich ganz flach im relativ hohen Gras. Zeitweilig musste Justin mit nur 3 Pfeilen schiessen, weil einer gar nicht mehr auftauchte. Aber am Ende hatten wir sie alle wieder beieinander.
Nach diesen Erfahrungen habe ich mir vorgenommen, beim nächsten Mal ein gescheites Pfeilfangnetz einzusetzen, dass direkt hinter der Scheibe aufgestellt wird.
Ich fand es jedenfalls sehr gut, auch einmal mehr als 6 Meter zu schiessen. Wir haben es zwar nicht ausgemessen, aber es waren geschätzt etwa 16 Meter. Sogar mit dem etwas schwachen (22#) Bogen und den schweren Pfeilen kann man noch ordentlich weit schiessen und auch treffen.
Fazit: Intuitives Bogenschiessen rockt!
(Nur beim nächsten Mal muss ich ja nicht die ganze Familie mit reinreiten.)