Mittwoch, 25. Juni 2008

Bogen

Am Sonntag waren wir bei Freunden auf dem Land Bogen schiessen. Ich hatte an meinem Geburtstag von Heidi einen solchen geschenkt bekommen und es wurde Zeit, diesen einmal auf längere Distanzen als sie im Garten möglich sind auszuprobieren.
Ich hatte, von Onkel F. und seiner Event-Gestaltungs-Mentalität angespornt, ein Familien-Event daraus machen wollen, richtig mit theoretischer Einführung, praktischen Übungen und anschliessendem Schiessen, bis die Zughand qualmt.
Irgendwie war es dann im richtigen Leben aber ganz anders. Allein das ankommen und auspacken dauerte viel länger als gedacht. Für meinen theoretischen Teil wurde kaum Interesse aufgebracht, der Hund war beispielsweise von den nachbarlichen Schafen ganz abgelenkt und der Rest der Familie entsprechend von dem Hund (und den Schafen). Und dann fing es auch noch an zu regnen. (Interessant war auch, dass nach derfganzen Aktion auf einmal die Sonne rauskam und mich verbrannte und uns im Auto grillte bzw. kochte.)

Naja, letztenendes wurden doch ein paar Pfeile abgeschossen.
Sophie hat jedoch schnell das Interesse verloren und sich lieber den vorhandenen Pflanzen und deren Früchten gewidmet. Heidi hat schnell entdeckt, dass es sich hierbei nicht um ihre Sportart handelt. Alles sei zu ausrüstungsintensiv und überhaupt hat sie ja nicht mal die Gelegenheit gehabt, alles richtig zu lernen. Justin hat es sehr ernst genommen, jedoch auch ihm (und mir) ging schnell die ewige Sucherei nach den daneben gegangenen Pfeilen auf die Nerven. Denn es kamen ungefähr 5 Minuten Suchen auf eine halbe Minute Schiessen. Die daneben gegangenen Pfeile flogen in einem extrem flachen Winkel den leichten Abhang herunter und versteckten sich ganz flach im relativ hohen Gras. Zeitweilig musste Justin mit nur 3 Pfeilen schiessen, weil einer gar nicht mehr auftauchte. Aber am Ende hatten wir sie alle wieder beieinander.
Nach diesen Erfahrungen habe ich mir vorgenommen, beim nächsten Mal ein gescheites Pfeilfangnetz einzusetzen, dass direkt hinter der Scheibe aufgestellt wird.
Ich fand es jedenfalls sehr gut, auch einmal mehr als 6 Meter zu schiessen. Wir haben es zwar nicht ausgemessen, aber es waren geschätzt etwa 16 Meter. Sogar mit dem etwas schwachen (22#) Bogen und den schweren Pfeilen kann man noch ordentlich weit schiessen und auch treffen.



















Fazit: Intuitives Bogenschiessen rockt!

(Nur beim nächsten Mal muss ich ja nicht die ganze Familie mit reinreiten.)

Die Verschwörung

Meine Mutter glaubt einer Verschwörung der Nahrungsmittel- und Chemischen Industrie auf der Spur zu sein. Wobei die Frage ist, ob die dahinter stehenden Konzerne nicht vielleicht sogar die selben sind, also sowohl der Nahrungsmittel- als auch der Chemischen Industrie zugehörig sind.
Wie auch immer.
Die Verschwörung besteht laut meiner Mutter darin, dass der Teil, der für die Chemische Industrie zuständig ist, immer mehr Produkte vom Markt nimmt, die es dem Hobby- oder semiprofessionellen Gärtner ermöglichten, trotz weit verbreiteter Krankheiten und daher hoher Erkrankungswahrscheinlichkeit seine Pflanzen durch zu bringen.
Bestes Beispiel hierfür ist der Birnengitterrost: Hiergegen gab es bis vor wenigen Jahren ein Mittel, dass den Rost zuverlässig bekämpfte.
Der Besuch beim Gartenexperten in Köln ergab: Das Mittel existiert nicht mehr.
Selbst im Internet in einschlägigen Foren finden sich hierzu nur fragwürdige Tipps - etwa der, einen Sud aus Schachtelhalmblättern herzustellen. Wer's glaubt. Auch hier hat vermutlich das Syndikat aus Chemischer und Nahrungsmittelindustrie zugeschlagen und die echten Beiträge löschen lassen.
Ziel des ganzen ist natürlich, die autarke Lebensmittelproduktion mehr und mehr zu erschweren und letztendlich ganz einzudämmen, damit die gesamte Bevölkerung von den Großkonzernen abhängig ist und viel besser kontrolliert werden kann.

Nichtsdestotrotz fand meine Mutter letztlich doch, wonach sie gesucht hatte. In der ehemaligen DDR, wo die Konzerne anscheinend noch immer nicht alles durchdrungen haben, gibt es das Mittelchen noch und ich kann im nächsten Frühjahr den Birnengitterrost bekämpfen. Wäre ja auch gelacht.


Sonntag, 15. Juni 2008

D'r Dom

Heute hatte ich das unverschämte Glück, bei einer privaten Führung durch oder vielmehr über den Kölner Dom dabei sein zu dürfen. Wir waren eine kleine Gruppe von etwa 10 Leuten, die über den normal Sterblichen wandelten, entlang der Gänge, die nur wenige beschreiten dürfen. Irgendwie finde ich diese Exklusivität schon toll - eine Art von Exklusivität, die nicht durch Geld zu erlangen ist.
















Hier eine schöne Flucht auf die Hohenzollernbrücke von einem der verwinkelten Außengänge.

Zum Abschluss der Führung standen wir auf dem von kühlen Winden umwehten verbleiten Turm auf der Süd(?)-Seite und betrachteten die Touristen, die von einem der beiden Haupttürme zu uns herunter sahen. Irgendwie ein tolles Gefühl.
Der Kölner Dom ist (vermutlich ähnlich wie andere Dome auch) ein merkwürdiges Bauwerk. Einerseits kann man seine Dimensionen gar nicht richtig erfassen: Mir zum Beispiel gelang es immer wieder, nicht zu wissen, auf welcher Seite oder in welchem Teil ich mich eigentlich gerade befand. Andererseits werden auch die kleinsten Details, also auch solche, die man eigentlich nie zu Gesicht bekommt, mit solcher Filigranität bearbeitet, wie man sie bei sich zu Hause kaum vermisst.
















Das habe ich mit Filigranität gemeint. Kleine Blütenkapseln mit Draht gehalten. In 40 Metern Höhe.
















Hier das Richter-Fenster von innen ...
















... und hier von aussen.

Montag, 2. Juni 2008

Pelle XI - XIII

Hier sind die aktuellen Zwillen: