Mein aktueller Job verschafft mit oft Gelegenheit zum Surfen im Internet, die ich auch zu nutzen weiss.
So lese ich zuweilen den Spiegel, Heise Nachrichten oder aber auch diverse Blogs, darunter BoingBoing, über das ich gelesen habe, es wäre das meistgelesene oder meistgeklickte Blog.
So weit so gut. Aber ich wollte ja erläutern, warum ich ausgerechnet boingboing nicht vermissen werde. Das wird kompliziert.
Zunächst einmal sind die Inhalte von boingboing nämlich meistens ganz interessant, es bleiben auch dann noch genügend Beiträge übrig, wenn man die Beiträge ignoriert, die einen persönlich nicht interessieren. Da erfährt man etwas darüber, wie man eine Lampe oder eine SteadyCam selbst bauen kann, da werden einem kostenlose eBooks empfohlen oder auch der Zugang zu irgendwelcher Kunst eröffnet. Oft ist es so, dass die Beiträge auf boingboing in sich nicht abgeschlossen sind, sondern dass man, wie das im Internet so üblich ist, noch irgendwelchen Links folgen kann, um das Thema weiter auszuloten.
Und so führt oft eins zum anderen, die Lampe muss natürlich auch gebaut werden, die neueste Photoverwaltungssoftware ausprobiert und der akuelle Roman von Cory Doctorow gelesen werden. All das verschlingt ungeahnte Summen von Zeit. Und über all das Ausprobieren, Lesen und Selbermachen vergisst man möglicherweise andere Ziele, die jenseits der BoingBoing Welt bestehen und die möglicherweise schon vor der Entdeckung von BoingBoing durch mich existiert haben.
Da kommt es mir sehr gelegen, dass ich demnächst einen neuen Job anfange, bei dem die Internet Nutzung wesentlich restriktiver gehandhabt wird.
Ich bin um so dankbarer dafür, dass ich meine Zeit bisher für die BoingBoing Welt nutzen konnte, und zwar so intensiv, dass ich überhaupt erst zu der oben erläuterten Erkenntnis kommen konnte.
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