Montag, 21. April 2008

Schilder in Firmentoiletten

Auf meinen job-bedingten Reisen durch die Welt erlebte ich bisher mannigfaltige Dinge. Auf Flughäfen spielen sich Szenen ab, Taxifahrer hauen einen auf witzige Weise übers Ohr, Kantinen verwöhnen einen mit mehr oder weniger schmackhaftem Essen und die Gastgeberfirmen bieten eben auch ein mehr oder weniger angenehmes Ambiente, so auch auf ihren Toiletten.

Ohne hier zu sehr ins Detail gehen so wollen (meistens ist es nämlich recht sauber und irgendwie auch neu), will ich doch vielmehr auf die Eigenheiten der Toiletten der Firma eingehen, in der ich bisher gearbeitet hatte.

Hier finden sich nämlich Schilder, auf denen darauf hingewiesen wird, dass das Licht 12 Minuten nach dem Drücken des Schalters ausgeht. Nur durch nochmaliges Drücken wird der Zeitschaltmechanismus wieder zurückgesetzt und man könne sich weitere 12 Minuten lang darauf verlassen, dass man sich den Hintern nicht im Dunkeln abwischen müssen wird.
So weit so gut. Vielleicht sind solche Mittel aktuell beliebt, um Energie zu sparen und daher grundsätzlich zu begrüßen. Ich habe jedoch auf keiner meiner Reisen derartiges erlebt. Man stelle sich einen Kunden vor, der auf der Firmentoilette seines Gastgebers im Dunklen eingeschlossen wird und sich nicht mehr raus traut.
Aber das beste habe ich mir noch zum Schluss aufgehoben: Auf den Schildern, die ordentlich mit dem Laserdrucker ausgedruckt und laminiert sind, ist die "12" mittels einem Permanent-Stift mit der Zahl "10" überschrieben worden. Und zwar auf mindestens 12 Toiletten! Welchen Eindruck das auf die Gäste macht, die ohnehin dem ganzen System nicht mehr trauen, die vielleicht schon Gerüchte anderer Kunden gehört haben, die eine halbe Stunde auf der Toilette im Dunklen verbracht haben, ich kann es nicht sagen, aber ein guter Eindruck ist es bestimmt nicht.

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