Heute war ich dank einiger Zufälle und Leuten, die kostenlos an Dinge ran kommen auf einem Eishockey Match in Düsseldorf. Alles in allem fand ich es gut. Ich hatte es mir nicht so unterhaltsam vorgestellt. Da ich auch im Fernsehen normalerweise keine Sportsendungen ansehe, sondern lieber selbst wenigstens ein bisschen laufe, und auch wegen des Klischees, vor dem Fernseher mit Bier und Chips irgendwelchen Athleten zuzusehen, diese Beschäftigung lieber ganz meide, kannte ich Eishockey im Grunde nicht, außer, was man eben sowieso weiß: Leute auf Schlittschuhen fahren auf einer Eisfläche rum und versuchen mit ihren Schlägern einen Puck in eines der beiden Tore zu bekommen, die von je einem Torwart bewacht werden.
(Ich entschuldige mich für diesen letzten schlechten Satz.)
Nun ja, was ich nicht wusste ist, dass die ganze Sache extrem schnell ist, dass es recht körperlich zugeht und dass anscheinend extreme Fliehkräfte herrschen. Das ist schon sehr beeindruckend. Man schafft es kaum, dem "Ball" zu folgen und wenn ein Tor gefallen ist, hat man Glück, wenn man das überhaupt mitbekommt (also vor den Schreien und Tröten). Die Kerle krachen andauernd gegen die Bande, der Puck auch. Man wird schon irgendwie mitgerissen.
Beeindruckend ist in erster Linie, wie verdammt gut die Spieler (auch die Schieds- oder Linienrichter) Schlittschuhe laufen können. Die sind andauernd rückwärts unterwegs, auf eine der Banden zu, und stoppen im genau richtigen Augenblick. Die laufen parallel hinter dem Tor lang, wo höchstens ein Meter platz ist. Und die schlängeln und manövrieren sowieso andauernd umeinander herum und kaum einmal stürzt einer. Und wenn das schon mal passiert, dann sind die Typen auch gleich wieder auf den Beinen. Ich sagte es ja schon: beeindruckend.
Was man aus dem Fernsehen auch nicht mitbekommt ist die reale Gefahr, in der sich die Zuschauer befinden. Und zwar diesmal nicht wegen irgendwelcher Hooligans, die es in diesem Sport nicht zu geben scheint, sondern wegen frei herumfliegender Pucks. Einer ist mir etwa einen Meter am Kopf vorbei geflogen.
Während der letzten beiden Spielminuten ist es Sitte, dass sich die Zuschauer hinstellen. In dieser Zeit gibt man natürlich ein noch besseres Ziel für die schießwütigen Spieler ab. Alles in allem gebe ich Heidi recht, die sagt, dass sich hier die Leute ein Stelldichein geben, die gern und gut Schlittschuhe laufen und die sich gern mal ein bisschen prügeln oder doch wenigstens raufen.
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