Gestern waren wir zu viert unterwegs in Sachen Geschenke für die Oma kaufen. Denn die hat heute Geburtstag.
Für mich hatte die Teilnahme an der Aktion den Vorteil, dass ich nicht zum Bankautomaten fahren musste, um das schon wieder leere Portemonnaie mit Bargeld aufzufüllen, denn ich hab den ganzen Geschenke-Einkauf mit der EC Karte bezahlt und konnte so heute morgen die Schulden der Kinder eintreiben - in cash!
Darin involviert, so stellte sich heraus, war eine richtige sozialpolitische Grundsatzfrage, die ich nicht beantworten kann, wohl aber einer persönlichen Stellungnahme unterziehen.
Die Frage lautet in etwa: Sollen die Menschen bei gemeinsamen Projekten die gleichen Anteile an den Kosten tragen oder sollen die Anteile nach den jeweiligen Einkommen/Vermögen gewichtet werden?
In unserem Fall wurde die Frage zu "Soll Sophie genau so viel wie Justin bezahlen, obwohl sie nur ein Drittel seines Einkommens hat?". Wir haben zusammen diese Frage mit Nein beantwortet und ich finde das gut so.
Das gute an dieser konkreten Frage ist auch, dass sie auf einen Umstand hinweist, der gern von Leuten übersehen wird, die die Frage mit Ja beantworten wollen: Das Einkommen von Justin hängt genau zu 0% von seiner Leistung ab, ebenso wie das von Sophie. Er kriegt einfach mehr, weil er älter ist und weil er mehr braucht - so steht es zumindest in den zu Rate gezogenen Taschengeldtabellen.
Ich persönlich glaube, dass dieses Taschengeldgleichnis ziemlich viel sagt.
Freitag, 28. März 2008
Sonntag, 23. März 2008
Vom Eise befreit ... bzw. Meine Eltern, Ein Paket und die Fettleibigkeit
Seit einer Woche regnet oder schneit es und die Eisbefreiung der Ströme und Bäche, sofern sie überhaupt nötig war, hat nicht stattgefunden. Im Fall Köln bedeutet das, dass zwar nicht unbedingt Strom und Bäche, dafür aber so ziemlich jede Pfütze an der Laufstrecke und auch der Rasen und der Boden im Garten vereist wurden anstelle befreit zu werden.
Hier nun ein Andenken an "Schnee in Köln 2008".

Genug "gewettert".
Vor wenigen Tagen erreichte uns ein Paket meiner Eltern, in dem diese mehrere Kilogramm Süßigkeiten schicken. Das hat uns zu dem Schluss gebracht, meine Eltern künftig in die Position des Süßigkeitenbeschaffers bei Festen einzusetzen. Denn wenn andernfalls wir, und noch weitere Verwandte genau so tief in die Süßigkeiten-Spendier-Kiste greifen würden, hätten wir übergewichtige Kinder. Also: demnächst gibt es eine Liste der wichtigsten Süßigkeiten und die wird bei den Süßigkeitenprovidern einfach bestellt - Liebe Eltern: Vielen Dank jetzt schon!
So, und nun allen noch frohe Ostern. Ich habe aus gegebenem Anlass (jetzt freue ich mich gerade, weil ich diese Formulierung auch mal verwenden konnte) nochmals das Schaf im Ostergras fotografiert - diesmal fast ganz zugewachsen:
Hier nun ein Andenken an "Schnee in Köln 2008".
Genug "gewettert".
Vor wenigen Tagen erreichte uns ein Paket meiner Eltern, in dem diese mehrere Kilogramm Süßigkeiten schicken. Das hat uns zu dem Schluss gebracht, meine Eltern künftig in die Position des Süßigkeitenbeschaffers bei Festen einzusetzen. Denn wenn andernfalls wir, und noch weitere Verwandte genau so tief in die Süßigkeiten-Spendier-Kiste greifen würden, hätten wir übergewichtige Kinder. Also: demnächst gibt es eine Liste der wichtigsten Süßigkeiten und die wird bei den Süßigkeitenprovidern einfach bestellt - Liebe Eltern: Vielen Dank jetzt schon!
So, und nun allen noch frohe Ostern. Ich habe aus gegebenem Anlass (jetzt freue ich mich gerade, weil ich diese Formulierung auch mal verwenden konnte) nochmals das Schaf im Ostergras fotografiert - diesmal fast ganz zugewachsen:
Freitag, 21. März 2008
Tapeten, Tapeten und ... Tapeten
Heidis Mom hat eine neue Wohnung. Und um die Kaution zu sparen, muss sie dafür sorgen, dass diese Wohnung tapeziert wird. Ich werde mich an dieser Stelle weniger darüber auslassen, was es über Rauhfasertapete alles zu sagen gibt - das hat Heidi selbst schon perfekt ausgedrückt, sondern vielmehr meine Verwunderung darüber ausdrücken, wie wenig ich doch noch aushalte. Körperlich. Und wie wir anscheinend alle schleichend aber mit Nachdruck älter werden.
Es ist nämlich so, dass wir drei an vier aufeinanderfolgenden Tagen jeweils von 17.00-21.00 Uhr in der neuen Wohnung die besagte Rauhfasertapete an die Wände getrieben haben und dass ich in den jeweils darauf folgenden Nächten wie ein Baby geschlafen habe. Hierbei hatte ich nicht nur die Unschuld und Traumlosigkeit von dem namenlosen Baby geliehen bekommen, sondern auch das Ausmaß an Schlafbedarf. Ich war nämlich morgens vor 7:30 Uhr nicht aus dem Bett zu kriegen und auch im Büro in Tiefstform. An Joggen war nicht zu denken. Lichtblicke gab es einfach nicht. Und auch sonst kann ich mich kaum anders an die Woche erinnern als an nicht enden wollende Bahnen von Rauhfasertapete und Kleister zu denken, der an Händen, dem Hosenboden und den Schuhen klebt.
So gesehen kann ich dem heutigen Feiertag nur danken und ertrage auch die Zeugen Jehovas, die sich gegen 11:00 Uhr vor dem Haus eingefunden hatten, um uns einen ihrer Prospekte zu überreichen. Bisher habe ich nichts getan, außer zu lesen und einen Film zu sehen. So was ist einfach großartig, vor allem, wenn es draußen im 10-Minuten-Takt regnet, schneit und Sonnenschein vorgaukelt.
Es ist nämlich so, dass wir drei an vier aufeinanderfolgenden Tagen jeweils von 17.00-21.00 Uhr in der neuen Wohnung die besagte Rauhfasertapete an die Wände getrieben haben und dass ich in den jeweils darauf folgenden Nächten wie ein Baby geschlafen habe. Hierbei hatte ich nicht nur die Unschuld und Traumlosigkeit von dem namenlosen Baby geliehen bekommen, sondern auch das Ausmaß an Schlafbedarf. Ich war nämlich morgens vor 7:30 Uhr nicht aus dem Bett zu kriegen und auch im Büro in Tiefstform. An Joggen war nicht zu denken. Lichtblicke gab es einfach nicht. Und auch sonst kann ich mich kaum anders an die Woche erinnern als an nicht enden wollende Bahnen von Rauhfasertapete und Kleister zu denken, der an Händen, dem Hosenboden und den Schuhen klebt.
So gesehen kann ich dem heutigen Feiertag nur danken und ertrage auch die Zeugen Jehovas, die sich gegen 11:00 Uhr vor dem Haus eingefunden hatten, um uns einen ihrer Prospekte zu überreichen. Bisher habe ich nichts getan, außer zu lesen und einen Film zu sehen. So was ist einfach großartig, vor allem, wenn es draußen im 10-Minuten-Takt regnet, schneit und Sonnenschein vorgaukelt.
Dienstag, 18. März 2008
Sonntag, 16. März 2008
Nur Geduld, Meister Pelle
Seit etwa 2 Wochen arbeite ich nun an dem "Bogen". Wir erinnern uns: Ich bekam von einem Nachbarn einen Eibenast, den ich mittlerweile entrindet und gespalten habe. Das empfohlene Vierteln ging nicht, denn der Ast spaltete sich in allen möglichen Richtungen - nur nicht in die, die ich brauchte. Also habe ich das übrige Holz einfach mit dem Eisen und Klüpfel herunter geschlagen und auch hier und da mal die Raspel angesetzt. Nun erkennt man schon die Grundform. Und leider muss ich es auch dabei belassen, denn nun muss das Holz erst einmal ewig lange trocknen. Wie lange, das wird meine Geduld entscheiden. Es kann sein, dass ich das Ding einfach vergesse und im nächste Frühjahr (oder auch erst in 5 Jahren) wieder entdecke. Das wäre optimal. Es kann aber auch sein, dass ich das irgendwie beschleunigen will und gleich weiter mache (mit dem sogenannten Tillern - also dem Finetuning des Bogens). Das wäre nicht so gut, denn das Holz wird wohl widerstandsfähiger, je länger und vor allem langsamer das trocknet. Abgesehen davon kann man zur Zeit mit Schleifpapier oder einer Raspel nicht viel ausrichten, weil das Holz noch zu feucht ist und daher die Späne gar nicht abgehen, sondern sich eine Art Spänenwolle bildet, die man dann mit einer Ziehklinge oder einem Eisen runterschaben muss. Blöd. Oder gut, je nachdem.
Aber es kommt noch schlimmer: Ich befürchte, dass der Bogen gar nicht viel aushalten bzw. gleich beim ersten Schuss zerbrechen wird, weil am Rücken gleich 4 Astlöcher sitzen. Der gesamte Ast war voll mit Astlöchern und ich glaube, dass genau diese Eigenschaft (wenig Äste zu haben) einen Bogenrohling auch so teuer machen. Denn die sind einfach selten. Nun gut: hier erstmal die Bilder (in etwa einem Jahr gibt es mehr):


Hier ist eines der Astlöcher gut zu sehen.

Das ist ungefähr das letzte viertel der Späne, die überall herumlagen.

Das ist nur Angeberei. Das Ding tut ja noch nichts.
Aber es kommt noch schlimmer: Ich befürchte, dass der Bogen gar nicht viel aushalten bzw. gleich beim ersten Schuss zerbrechen wird, weil am Rücken gleich 4 Astlöcher sitzen. Der gesamte Ast war voll mit Astlöchern und ich glaube, dass genau diese Eigenschaft (wenig Äste zu haben) einen Bogenrohling auch so teuer machen. Denn die sind einfach selten. Nun gut: hier erstmal die Bilder (in etwa einem Jahr gibt es mehr):
Hier ist eines der Astlöcher gut zu sehen.
Das ist ungefähr das letzte viertel der Späne, die überall herumlagen.
Das ist nur Angeberei. Das Ding tut ja noch nichts.
Freitag, 14. März 2008
Pelle in Mailand II
Es wiederholt sich: Der oldschoolige Flughafen, der ewig lange Weg mit dem Zug (Malpensa Express) nach Mailand hinein. Und der Taxifahrer, der eine Route wählt, bei der ich denke, dass sie mich 3 Mal durch die Stadt führt, bevor wir beim Hotel eintreffen. Wieder insgesamt fünfeinhalb Stunden Reise für einen anderthalb stündigen Flug. Da lässt die Genickstarre nicht lange auf sich warten und der Wadenkrampf ebenfalls nicht. Willkommen, ihr beiden!
Nur ein paar Gedanken, bevor sie wieder verfliegen:
Diese Menschen reden laut miteinander, tauschen intime Details aus und reden auch schon mal über den Mann da vorne in der Schlange, der so eine tuntige Handtasche trägt (ich war nicht gemeint). Meine These ist, dass das den selben Leuten in Deutschland in einer ähnlichen Situation nicht passieren würde (das war jetzt keine richtige These, aber man könnte es wie eine formulieren, aber ich verzichte hier darauf).
Jedenfalls: trotz der Widrigkeiten bei der An- und Abreise ein gutes Erlebnis, das wohl vor allem dem frühlingshaften Wetter geschuldet ist. Während ich dies schreibe, regnet und stürmt es draußen und ich komme mir vor wie in einem Schlechtwetter-Film.
Nur ein paar Gedanken, bevor sie wieder verfliegen:
- Der Mailänder Dom ist sehr schön, wie ich finde. Auch die nähere Umgebung kann sich sehen lassen. Man schlendert durch irgendwelche Arkaden und Rundbögen auf Marmorplatten dahin. Nun war ich schon das dritte Mal in der Stadt und habe es endlich mal geschafft, mehr als nur Taxis, Busse und Bahnen (und natürlich den tollen Flughafen) zu sehen.
- 0.4 liter Bier kosten dort (am Dom) 10 Euro. Mist!
- In Mailand ist es warm genug, um dort Olivenbäume und Lorbeer Sträucher gedeihen zu lassen (und natürlich all die anderen tollen mediterranen Pflanzen, die ich nicht gesehen habe oder nicht kenne) - es war T-Shirt Wetter und es wurde köstliches Eis gegessen.
- Im Bad des Hotelzimmers befand sich ein so niedriges Klo, dass mir beim Hinsetzen und Aufstehen immer die Gelenke knackten (kleinere Menschen!).
- Es gibt anscheinend so viele Italiener, die kein oder kaum Englisch sprechen, dass man sich auf Englisch dort nur schwer verständigen kann. Ich musste von unserem Vor-Ort-Kollegen praktisch in den Bus gesetzt werden, mit klaren Anweisungen, wo aussteigen, wo umsteigen und so weiter, weil anscheinend die Gefahr bestand, dass mich auf meinem Weg keiner versteht.
- Ich musste zweimal den Bus bzw. die Bahn ziehen lassen, weil die vor Menschen überquoll und die Türen nicht mehr schlossen.
- Beim Rückflug war auf dem Flughafen die Hölle los. 300 Menschen standen an, um für 2 Flüge, die in der nächsten halben Stunde "boarden" würden, ihre Bordkarten zu bekommen. Hierfür gab es 4 Schalter. Ungefähr 500 Menschen standen an der Sicherheitskontrolle. Hier hatte ich es bereits aufgegeben darauf zu hoffen, dass ich den Flieger noch kriegen würde. Der hatte aber eine halbe Stunde Verspätung und alles war gut. Diese Menschen beherrschen auf geheimnisvolle Weise das Chaos.
- Gleiches Thema: Nach dem Boarding-Schalter warteten außerhalb des Flughafengebäudes zwei Busse darauf, die Passagiere zum Flieger zu bringen. Dass alle beide Busse dafür gedacht waren, war nicht zu erkennen, weil der zweite hinter einer Absperrung stand. So quälten sich fast alle Passagiere in den ersten Bus (ich auch), bevor dann einer beherzt in den zweiten stieg: es konnte ja nicht anders sein. Nachdem Überquell-Erfahrungen (s.o.) war ich mir allerdings nicht so sicher. Meine Gedanken zu diesem Zeitpunkt waren: In der Heimat hätte da bestimmt einer gestanden und die Leute eingewiesen und auch aufgepasst, dass keiner im Alleingang auf die Startbahn läuft.
- Italiener gehen anscheinend immer lange Mittagessen. Und wenn möglich in nette Restaurants. Denn wenn ein Arbeitgeber keine Kantine hat, muss er seinen Angestellten irgendwelche Essens-Subventionsmarken geben, die dann in den umliegenden Restaurants eingelöst werden können. Nicht schlecht!
Diese Menschen reden laut miteinander, tauschen intime Details aus und reden auch schon mal über den Mann da vorne in der Schlange, der so eine tuntige Handtasche trägt (ich war nicht gemeint). Meine These ist, dass das den selben Leuten in Deutschland in einer ähnlichen Situation nicht passieren würde (das war jetzt keine richtige These, aber man könnte es wie eine formulieren, aber ich verzichte hier darauf).
Jedenfalls: trotz der Widrigkeiten bei der An- und Abreise ein gutes Erlebnis, das wohl vor allem dem frühlingshaften Wetter geschuldet ist. Während ich dies schreibe, regnet und stürmt es draußen und ich komme mir vor wie in einem Schlechtwetter-Film.
Sonntag, 9. März 2008
Tiefgefroren
Zum Internationalen Frauentag schenkte ich Heidi nach Aufforderung eine Fahrt des jungen Herrn zum sonntäglichen Fußballspiel seines Vereins. Im zwei wöchigen Rhythmus wird zwischen Heim- und Auswärtsspiel gewechselt. Diesmal gab es ein auswärtiges Spiel gegen eine Mannschaft, deren Durchschnittsalter etwa 2 Jahre mehr betrug als das der Mannschaft von Justin.
Sei es drum.
Viel wichtiger ist, dass ich mir dermaßen die Füße, Arme und Beine erfroren habe, dass ich danach vor Steifheit kaum noch ins Auto einsteigen konnte und jetzt, etwa 2 Stunden danach, langsam wieder warm werde.
Bei einem solchen Fußballspiel kann man entweder dem Spiel zuschauen, rauchen, telefonieren Musik hören oder lesen, wobei letzteres schon einem Affront gegen die anderen Fan-Eltern und die kleinen Spieler nahe kommt. Ich hab Musik gehört, ein bisschen dem Spiel zugeschaut und telefoniert. Es gab einen mittelgroßen Labrador-artigen Hund, der sich schwer an mich gelehnt hat und mich dabei ein wenig gewärmt hat. Außerdem war die Tartan-Bahn, die den Platz umgab, wärmer an den Füßen als der feuchte Rasen. (Tipp!)
Es kam diesmal zu keinerlei gewalttätigen Ausschreitungen seitens der Eltern. Die Sache war klar: Die anderen sind sowieso haushoch überlegen, trotzdem sie sich keine Mühe geben und 0:10 war demnach auch gerechtfertigt und sogar noch ein gutes Ergebnis.
Vor dem Spiel, also gegen 8.30 Uhr heute morgen, habe ich die Hortensien beschnitten, die das Ausgraben und Eintopfen doch überstanden hatten und wieder austreiben. Ich musste aufhören, weil mir der kalte Wind durch die Boxershorts pfiff.

Ich habe am Samstag ein Stück Eibe entrindet, dass ich zum Bogen machen will und aus einem abgeschnittenen Teil davon eine Hand geschnitzt. Der Bogen wird noch auf sich warten lassen (ich bezweifle sowieso, dass das klappt), denn das Holz ist noch ordentlich nass und an Sägen o.ä. ist noch nicht zu denken.


Auch habe ich mit der Landgewinnung weitergemacht, indem ich die beiden Fichten-Wurzeln ausgegraben habe und die Hauptstränge schon durchgeschnitten habe. Leider scheint das nicht zu reichen, denn da bewegt sich noch gar nichts.

Immerhin keimen die Tomaten und die Paprika schon in ihren Brutkästen.
Ich stelle nachher noch Pinie, Feige und Olive aus dem Gewächshaus raus, um Platz für die Nutzpflanzen zu schaffen, die da demnächst wieder reinkommen.
Heidi klimpert gerade fröhlich auf den Klavier und man merkt die tief sitzende musikalische Ausbildung noch. Ich glaube, gerade gibt es Bach ...
Sei es drum.
Viel wichtiger ist, dass ich mir dermaßen die Füße, Arme und Beine erfroren habe, dass ich danach vor Steifheit kaum noch ins Auto einsteigen konnte und jetzt, etwa 2 Stunden danach, langsam wieder warm werde.
Bei einem solchen Fußballspiel kann man entweder dem Spiel zuschauen, rauchen, telefonieren Musik hören oder lesen, wobei letzteres schon einem Affront gegen die anderen Fan-Eltern und die kleinen Spieler nahe kommt. Ich hab Musik gehört, ein bisschen dem Spiel zugeschaut und telefoniert. Es gab einen mittelgroßen Labrador-artigen Hund, der sich schwer an mich gelehnt hat und mich dabei ein wenig gewärmt hat. Außerdem war die Tartan-Bahn, die den Platz umgab, wärmer an den Füßen als der feuchte Rasen. (Tipp!)
Es kam diesmal zu keinerlei gewalttätigen Ausschreitungen seitens der Eltern. Die Sache war klar: Die anderen sind sowieso haushoch überlegen, trotzdem sie sich keine Mühe geben und 0:10 war demnach auch gerechtfertigt und sogar noch ein gutes Ergebnis.
Vor dem Spiel, also gegen 8.30 Uhr heute morgen, habe ich die Hortensien beschnitten, die das Ausgraben und Eintopfen doch überstanden hatten und wieder austreiben. Ich musste aufhören, weil mir der kalte Wind durch die Boxershorts pfiff.
Ich habe am Samstag ein Stück Eibe entrindet, dass ich zum Bogen machen will und aus einem abgeschnittenen Teil davon eine Hand geschnitzt. Der Bogen wird noch auf sich warten lassen (ich bezweifle sowieso, dass das klappt), denn das Holz ist noch ordentlich nass und an Sägen o.ä. ist noch nicht zu denken.
Auch habe ich mit der Landgewinnung weitergemacht, indem ich die beiden Fichten-Wurzeln ausgegraben habe und die Hauptstränge schon durchgeschnitten habe. Leider scheint das nicht zu reichen, denn da bewegt sich noch gar nichts.
Immerhin keimen die Tomaten und die Paprika schon in ihren Brutkästen.
Ich stelle nachher noch Pinie, Feige und Olive aus dem Gewächshaus raus, um Platz für die Nutzpflanzen zu schaffen, die da demnächst wieder reinkommen.
Heidi klimpert gerade fröhlich auf den Klavier und man merkt die tief sitzende musikalische Ausbildung noch. Ich glaube, gerade gibt es Bach ...
Mittwoch, 5. März 2008
Das Tabula Rasa Projekt
Es ist endlich geschafft.
Und wie das bei Dingen ist, die man auf ewig nicht gebacken zu kriegen glaubt - die geschehen mitunter einfach ganz unverhofft und plötzlich. So auch diesmal. Ich hatte V. angerufen, weil ich mal einen Tag zu Hause war und er kam auch prompt vorbei und turnte auf beeindruckende Weise 2 Stunden auf den verbliebenen Koniferen herum und - weg waren sie.
Nun kann Projekt Tabula Rasa beginnen: Alles kleinsägen (hab ich schon), klein hacken, Grünzeug wegschaffen, Wurzeln raus, Erde ausbringen und Rasen sähen. Das ist insofern nicht mehr so viel, weil die Sachen ohne großartige Termin-Vereinbarung einfach mal so am Feierabend vorangetrieben werden können.
Eigentlich wollte ich bereits eine "der Frühling ist da" Meldung rausgeben, aber das spare ich mir, bis die Zeichen sich etwas stärker vermehren.
Und wie das bei Dingen ist, die man auf ewig nicht gebacken zu kriegen glaubt - die geschehen mitunter einfach ganz unverhofft und plötzlich. So auch diesmal. Ich hatte V. angerufen, weil ich mal einen Tag zu Hause war und er kam auch prompt vorbei und turnte auf beeindruckende Weise 2 Stunden auf den verbliebenen Koniferen herum und - weg waren sie.
Nun kann Projekt Tabula Rasa beginnen: Alles kleinsägen (hab ich schon), klein hacken, Grünzeug wegschaffen, Wurzeln raus, Erde ausbringen und Rasen sähen. Das ist insofern nicht mehr so viel, weil die Sachen ohne großartige Termin-Vereinbarung einfach mal so am Feierabend vorangetrieben werden können.
Eigentlich wollte ich bereits eine "der Frühling ist da" Meldung rausgeben, aber das spare ich mir, bis die Zeichen sich etwas stärker vermehren.
Sonntag, 2. März 2008
Balgerei auf dem Eis
Heute war ich dank einiger Zufälle und Leuten, die kostenlos an Dinge ran kommen auf einem Eishockey Match in Düsseldorf. Alles in allem fand ich es gut. Ich hatte es mir nicht so unterhaltsam vorgestellt. Da ich auch im Fernsehen normalerweise keine Sportsendungen ansehe, sondern lieber selbst wenigstens ein bisschen laufe, und auch wegen des Klischees, vor dem Fernseher mit Bier und Chips irgendwelchen Athleten zuzusehen, diese Beschäftigung lieber ganz meide, kannte ich Eishockey im Grunde nicht, außer, was man eben sowieso weiß: Leute auf Schlittschuhen fahren auf einer Eisfläche rum und versuchen mit ihren Schlägern einen Puck in eines der beiden Tore zu bekommen, die von je einem Torwart bewacht werden.
(Ich entschuldige mich für diesen letzten schlechten Satz.)
Nun ja, was ich nicht wusste ist, dass die ganze Sache extrem schnell ist, dass es recht körperlich zugeht und dass anscheinend extreme Fliehkräfte herrschen. Das ist schon sehr beeindruckend. Man schafft es kaum, dem "Ball" zu folgen und wenn ein Tor gefallen ist, hat man Glück, wenn man das überhaupt mitbekommt (also vor den Schreien und Tröten). Die Kerle krachen andauernd gegen die Bande, der Puck auch. Man wird schon irgendwie mitgerissen.
Beeindruckend ist in erster Linie, wie verdammt gut die Spieler (auch die Schieds- oder Linienrichter) Schlittschuhe laufen können. Die sind andauernd rückwärts unterwegs, auf eine der Banden zu, und stoppen im genau richtigen Augenblick. Die laufen parallel hinter dem Tor lang, wo höchstens ein Meter platz ist. Und die schlängeln und manövrieren sowieso andauernd umeinander herum und kaum einmal stürzt einer. Und wenn das schon mal passiert, dann sind die Typen auch gleich wieder auf den Beinen. Ich sagte es ja schon: beeindruckend.
Was man aus dem Fernsehen auch nicht mitbekommt ist die reale Gefahr, in der sich die Zuschauer befinden. Und zwar diesmal nicht wegen irgendwelcher Hooligans, die es in diesem Sport nicht zu geben scheint, sondern wegen frei herumfliegender Pucks. Einer ist mir etwa einen Meter am Kopf vorbei geflogen.
Während der letzten beiden Spielminuten ist es Sitte, dass sich die Zuschauer hinstellen. In dieser Zeit gibt man natürlich ein noch besseres Ziel für die schießwütigen Spieler ab. Alles in allem gebe ich Heidi recht, die sagt, dass sich hier die Leute ein Stelldichein geben, die gern und gut Schlittschuhe laufen und die sich gern mal ein bisschen prügeln oder doch wenigstens raufen.
(Ich entschuldige mich für diesen letzten schlechten Satz.)
Nun ja, was ich nicht wusste ist, dass die ganze Sache extrem schnell ist, dass es recht körperlich zugeht und dass anscheinend extreme Fliehkräfte herrschen. Das ist schon sehr beeindruckend. Man schafft es kaum, dem "Ball" zu folgen und wenn ein Tor gefallen ist, hat man Glück, wenn man das überhaupt mitbekommt (also vor den Schreien und Tröten). Die Kerle krachen andauernd gegen die Bande, der Puck auch. Man wird schon irgendwie mitgerissen.
Beeindruckend ist in erster Linie, wie verdammt gut die Spieler (auch die Schieds- oder Linienrichter) Schlittschuhe laufen können. Die sind andauernd rückwärts unterwegs, auf eine der Banden zu, und stoppen im genau richtigen Augenblick. Die laufen parallel hinter dem Tor lang, wo höchstens ein Meter platz ist. Und die schlängeln und manövrieren sowieso andauernd umeinander herum und kaum einmal stürzt einer. Und wenn das schon mal passiert, dann sind die Typen auch gleich wieder auf den Beinen. Ich sagte es ja schon: beeindruckend.
Was man aus dem Fernsehen auch nicht mitbekommt ist die reale Gefahr, in der sich die Zuschauer befinden. Und zwar diesmal nicht wegen irgendwelcher Hooligans, die es in diesem Sport nicht zu geben scheint, sondern wegen frei herumfliegender Pucks. Einer ist mir etwa einen Meter am Kopf vorbei geflogen.
Während der letzten beiden Spielminuten ist es Sitte, dass sich die Zuschauer hinstellen. In dieser Zeit gibt man natürlich ein noch besseres Ziel für die schießwütigen Spieler ab. Alles in allem gebe ich Heidi recht, die sagt, dass sich hier die Leute ein Stelldichein geben, die gern und gut Schlittschuhe laufen und die sich gern mal ein bisschen prügeln oder doch wenigstens raufen.