Sonntag, 27. Januar 2008

Die Brigitte und ich

Ich bin verkatert, deswegen wird das hier schwer und möglicherweise sehr vertippt:

Bei uns auf dem Klo liegt oft eine nicht mehr ganz neue Brigitte herum. Wir sind eigentlich keine Brigitte Leser, aber bekommen die Zeitschrift - gebraucht - von unseren lieben Verwandten zugesteckt. Na jedenfalls komme ich an diesem Ort auch ab und zu einmal zum Brigitte Schmökern. Und eine Geschichte passt zu meinem heutigen Beitrag wie die Faust aufs Auge. Der besagte Beitrag, ich nenne ihn mal die Startkolumne der Zeitschrift, bezieht sich zum Teil aufs Älterwerden und darauf, wie in einer typischen Disko ab 30 Musik geboten wird, die aus Unkenntnis der Musikaufleger wie eine Disko ab 50 rüberkommt.
An diesen Artikel wurde ich gestern Abend bei einer Geburtstagsparty mit jugendlichem DJ und nicht mehr ganz so jugendlichen Gästen erinnert.

Eigentlich hatte ich mir gestern, allerdings vor der Party, vorgenommen, heute über die aktuellen Holz-Umschicht-Aktivitäten von Justin und mir zu berichten, aber dieses Ereignis hat mein Vorhaben über den Haufen geworfen. Ich muss das später noch nachholen. Mit Fotos und all dem.

Denn als ich den Brigitte Artikel las, hatte ich zwar Verständnis für die Probleme der Älteren: Dass einem jeglicher Musikgeschmack oder die Kenntnis aktueller Musik abgesprochen wird und unterstellt wird, man würde seit 15 Jahren das Selbe hören - ich gehörte jedoch nicht wirklich dazu.
OK, ein wenig fühlte ich mich auch schon in diese Ecke gedrängt. Wenn man von den besonders hippen Adoleszenten mit etwas nachsichtigem Lächeln bedacht wird, wie "der will wohl auch noch cool wirken", oder sowas. Das ist mir auch schon passiert, jedenfalls bilde ich es mir ein. Und gestern Nacht kam es dann mit voller Wucht. Die Jungs hinter dem Mischpult entstammten aus einer vollkommen anderen Welt und verstanden die Gäste einfach nicht und wunderten sich einfach nur hin und wieder, bei welcher Musik da von den Alten Leuten getanzt wurde und bei welcher nicht. Irgendein Feingefühl hatten die dann aber doch bewiesen (oder die Gäste wurden immer betrunkener (oder beides)), jedenfalls tanzte man am Ende richtig ordentlich, während sich am Anfang keiner traute (oder keiner wollte (oder beides)).
Einer der beiden hatte die ganze Zeit über etwas Mr.-Spock-haft eine Augenbraue gehoben, so als wollte er damit sein Erstauenen über diese seltsamen Lebensformen zum Ausdruck bringen. Der andere hat immer mal wieder Witze gerissen, über die beide wenigstens verschämt grinsen konnten.

Beim Durchlesen dieses Beitrags bin ich nicht davon überzeugt, dass hier rüberkommt, was ich eigentlich sagen wollte. Der Kater läßt mich all die genialen Gedanken nicht wieder denken, die ich anscheinend letzte Nacht zu diesem Thema hatte.
Also werde ich wohl doch zum bewährten Gartenblogging zurückkehren, ich bin anscheinend kein guter Party-Klatsch-Schreiber. Als solcher muss man wahrscheinlich auch extrem trinkfest sein und muss sich alles über den Kater hinweg merken können.

Außerdem lesenswert:
Heidis Interpretation dieses Abends

Montag, 21. Januar 2008

Erstes absichtsvolles Grün

Es tut sich was. Dank Omas Zwiebelsteckerei sehen wir bereits die ersten Tulpen oder was auch immer sich uns da entgegenreckt.















Außerdem: Nun habe ich endlich meine eigene Zwille. Aus Buchenholz - sieht sehr professionell aus.















Dann hab ich noch Holz gehackt wie ein Berserker und das ist das Ergebnis:
















Und damit es nicht verlorengeht: Hier noch der unheimlichste Ruprecht der Saison:
















Die Walnüsse fand ich einfach nur gut. Vielleicht nehm ich sie auch wieder raus,


Donnerstag, 17. Januar 2008

Mr. Pelle in Luxemburg

Ich war im Lux von Benelux. Diesmal eine Schulung für 2 ahnungslose Luxemburger, eine Luxemburgerin und einen Belgier, wenn ich das richtig zusammenbekommen habe. Hier das, was mir von meinen Eindrücken noch geblieben ist: Zunächst mal die Fahrt. Man bekommt nicht unbedingt einen ICE geboten, wenn man von Köln nach Luxemburg will, das macht aber nichts. Ich mag die größeren Fenster und die geringere Geschwindigkeit der ICs und konnte so meine Fahrt, die fast die ganze Zeit über am Rhein entlangführt, genießen. Ich kam auch kaum zum Lesen, denn die Landschaft faszinierte trotz wolkenverhangenem Himmel.
Luxemburg selbst empfing mich mit seinem im (Um-)Bau befindenden Bahnhof nicht gerade sehr angenehm. Dennoch: Das Best Western liegt direkt gegenüber und so brauchte ich nicht noch lange herumzusuchen. Nachdem ich mich ein wenig auf dem Bett bei ein, zwei Folgen Simpsons ausgestreckt hatte, ging ich doch noch einmal hinaus, um ein wenig von der Stadt zu sehen. Zunächst lief ich im Bahnhofsviertel umher, um noch irgendetwas zu Essen aufzutreiben und landete schließlich bei einem Döner Mann. Ein Döner Mann, der einen auf Französisch anredet, ist schon was besonderes.
Danach spazierte ich noch weiter in dem Viertel herum, bis ich eine Brücke fand, die mich zur anderen Seite der sich quer durch die Stadt ziehenden Schlucht führte.
Diese Schlucht war an diesem Abend eigentlich das Interessanteste an Luxemburg. Man kann von den Brücken auf die Dächer von Häusern hinab sehen und auf kleine, sich windende Gassen. Eigentlich verspricht dies viel Gemütlich- und Wohnlichkeit. Da es aber doch ziemlich dunkel war und die wenigen hinabführenden Wege nicht besonders hell beleuchtet waren, traute ich mich nicht hinunter. Das machte aber nichts, denn es fing, wie anscheinend auf diesen Reisen üblich, an zu regnen. Vielleicht darf man sich auf Dienstreisen nicht wohl fühlen. Wenn man sich eine Stadt ansehen will, kann man doch in seiner Freizeit oder im Urlaub dahin fahren. Irgendwie sowas.
Was mir noch aufgefallen ist, sind die vielen "gepflegten" (das habe ich in Anführungszeichen gesetzt, weil es eben doch nicht das richtige Wort ist, aber ironisch meine ich es deswegen nicht) Gebäude und Straßenzüge. Alles sieht nach viel Reichtum der Gesellschaft aus. Man sieht aber auch wenig wohnliches auf den Strassen der Innenstadt. Ich machte kehrt, als ich auf eine Einkaufsstraße traf (wahrscheinlich "Die Innenstadt" schlechthin), in der alles bereits geschlossen hatte. Ich glaube, in Luxemburg schließen die meisten Geschäfte bereits 19.00 oder früher. Aber ich kann es nicht beweisen, weil ich so viel Zeit auf Brücken und im Bahnhofsviertel vergeudet hatte. Ich kam einfach zu spät in der Einkaufszone an, um hier wirklich noch etwas Wahres darüber sagen zu können.
Mir ist allerdings noch etwas zu dem "gepflegt" eingefallen: Ich wollte nämlich ursprünglich und viel treffender schreiben, dass viele Häuser einen sehr gestylten Eindruck machen. Die Fassaden lassen keinen Zweifel an dem Reichtum ihrer Eigner. Nur wo wohnen die Menschen? Wahrscheinlich alle in der Schlucht.
Ein anderes Detail sind die vielen WiFi Zonen über all in der Stadt. Beispielsweise an Fußgängerampeln. Man erklärte mir das heute so: Es gäbe mittlerweile viele Geräte, die in der Lage sind, gebookmarkte Inhalte während des Aufenthaltes in einer solchen Zone herunterzuladen und dann offline zur Verfügung zu stellen. D.h. man muss nicht an der Ampel stehen bleiben, bis man seinen Zeitungsartikel zu Ende gelesen oder seine Email zu Ende geschrieben hat. Dann macht es auch wieder Sinn.

Meine Fahrt hatte während der letzten 2 von etwa 4 Stunden einen kleinen negativen Beigeschmack bekommen: Der Darmvirus, der bei uns zu Hause wütet, war nun auch bei mir angekommen. Und so stand ich, mich innerlich krümmend und windend, äußerlich lächelnd, vor der schönen Hotelangestellten, die es ewig nicht auf die Reihe bekam, meine Reservierung zu finden und mir dabei schöne Augen machte. Was für ein Schauspiel! Aber ich konnte es noch rechtzeitig ins Zimmer schaffen und fand sogar rechtzeitig heraus, dass ich erst noch meine Key-Card in einen dafür bereitstehenden Schlitz stecken musste, bevor ich die Lichter anknipsen konnte.

In Luxemburg wird anscheinend viel und gern geheizt, ein weiteres Indiz dafür, dass es den Menschen hier wirtschaftlich gut geht. Das Hotel beispielsweise stellte des Nachts die Heizung nicht ab, so dass ich, der ich darauf verzichtet hatte, das Fenster zu öffnen, gegen 2 Uhr schweißgebadet aufwachte. Hätte das Zimmer ein Thermometer gehabt, hätte dies wahrscheinlich 30 Grad Celsius angezeigt. Zu dieser Zeit war der Lärm, der vom Bahnhof herüberwehte, bereits verebbt, so dass ich das Fenster sperrangelweit aufreißen konnte (bei vielen Hotels kann man das Fenster gar nicht öffnen) und irgendwann auch wieder einschlief.
Die Heizsituation wiederholte sich dann am nächsten Tag im Schulungsraum, wo ich mit meiner Einstellung gegenüber geöffneten Fenstern auf taube Ohren stieß.

Entsprechend wenig spritzig und originell verlief auch die Schulung. Die beteiligten Luxemburger und Luxemburgerin und Belgier erwiesen sich als ernste Menschen, an denen meine Späße abprallten. Mir machte das nichts, denn ich würde diese Leute in meinem Leben vermutlich sowieso nie wieder sehen.

Da ich einige Details übersprang, waren wir relativ schnell fertig und ich schaffte es noch, den Zug eine Stunde früher zu erwischen. Der nette Belgier, der sich mir mit den Worten vorgestellt hatte "I am good with computers, but useless in the real world", brachte mich noch zum Bahnhof zurück und verabschiedete sich mit den Worten "Thank You, Mr. Pelle, it was a pleasure to meet you." Tja.
Aber kaum saß ich drin, wurde es auch schon dunkel. So bekam ich in den folgenden 4 Stunden nicht viel von der vorbeiziehenden Landschaft mit, nur der Rhein glitzerte bisweilen neckisch zu mir herüber. So als wollte er sagen: "Na, Du Tunichtgut, wieder in der Weltgeschichte herumgetrieben? Wird Zeit, dass Du mal wieder was Ordentliches machst." Oder so.

Dienstag, 8. Januar 2008

Donnerstag, 3. Januar 2008

Die Coleman, Teil V (Das Finale)



Zwar habe ich heute schon wieder einen der teuren Glühstrümpfe verbockt, weil das Haltesieb mitsamt dem Strumpf heruntergefallen ist, aber beim zweiten Mal hat es dann geklappt. Die Lampe brannte bis eben (drinnen stinkt es zu sehr und draußen ist es zu kalt, um das Teil dauernd zu beobachten) und wird es wohl auch wieder tun. Dennoch leiste ich hiermit den Schwur, dass ich keinen einzigen Glühstrumpf für diese Lampe mehr kaufen werde, es sei denn, der jetzige ist verbraucht.


Und hier nun die Bilder, das haben auch Sie sich verdient, die Sie so lange mit mir ausgeharrt haben:



































































Mittwoch, 2. Januar 2008

Die Coleman, Teil IV

Man merkt schon, ich habe derzeit nicht viel zu tun und das ist aus meiner Sicht auch OK. Ich habe 2 Tage frei und kümmere mich um dies und das, unter anderem auch die Recherche nach einem neuen Gebrauchten Auto, denn das Alte schafft es wohl gerade noch hinein zum TÜV, aber nicht wieder raus.
Bei mir stehen noch einige Musik-Effektgeräte herum, die ich seit Monaten nur dazu benutze, das Haupteffektgerät zu stützen. Heute setzte ich mich nun mit Gitarre und Kopfhörern und 27 Kabeln, von denen im Grunde keins richtig passte, vor die beiden Teile und habe versucht zu verstehe, wie "mehrfach" die verschiedenen Knöpfe belegt sind und was die Dinger denn nun alles können. Abgesehen davon, dass ich 20 Mal aufstehen, die Gitarre irgendwo umsturzsicher abstellen und fluchend meine Freiluftverdrahtung anpassen musste, habe ich nicht so viel aus dieser Aktion gezogen. Die Sound-Effekte sind mäßig. Die Bedienung ist nicht intuitiv und das nächste Mal, wenn ich mich wieder zu dieser Geschichte zurückziehe, weiß ich nicht mehr, was ich heute gemacht habe. Wie schaffen es die richtigen Musiker nur, diese ganze Elektronik zu beherrschen?
Außerdem habe ich mir nochmals die Coleman vorgeknöpft, nachdem der freundliche Outdoorladenangestellte mir noch ein paar Tipps gegeben hatte (während ich die dort aushängende Petromax ansabberte). Die Tipps waren im Einzelnen: (a) einfach mal eine Weile brennen lassen, dann kommt das alte Zeug und der Dreck ohnehin mit raus und (b) auch mal auseinander nehmen und reinigen. Diesmal fasste ich mir ein Herz und löste ein paar Schrauben, von denen ich annahm, dass sie die Richtigen seien. Und ich habe es auch richtig gemacht. Nachher hat sie auch gebrannt und mit dem letzten der bisher 4 eingesetzten Glühstrümpfe wurde auch der gesamte Innenhof erhellt. Leider ist der Strumpf mitsamt dem Sieb, das ihn trägt, wieder heruntergefallen, weil ich auf eine andere Befestigungstechnik umgestiegen war. Mist. Noch eine letzte Packung Glühstrümpfe (morgen habe ich noch Zeit für so etwas) und dann reicht es aber auch. Das Ding ist, gemessen an dem, was neue, vergleichbare Geräte so hermachen, auch ganz schön heruntergekommen. Aber eine Chance soll es noch bekommen. Wenn die nun nicht funktioniert, wohin dann mit all dem Coleman Lampenbenzin?
Jetzt verziehe ich mich zum Roman des Monats (oder Quartals): His Dark Materials, Der Goldene Kompass. Bin gespannt.

Neues vom Hoppla























Das hat Sophie gestern Abend mal eben nebenbei hingeschrieben. Hoppla ist nicht vergessen und wir - die Alten - sind beeindruckt und ergriffen.