Sonntag, 24. Juni 2007

Wieder langsamer & Kahlschlag

Wieder langsamer:
Heute morgen durften wir beiden wieder zusammen laufen, allerdings mit einer kleinen Modifikation: Die Strecke, die eigentlich eine Runde ist, wurde von beiden Teilnehmern von je einem anderen Ende angefangen, ich lief sozusagen verkehrtherum in die Runde, Heidi lief richtigherum in die Runde. Da sie erst noch eine kurze Teilstrecke zurücklegen musste, bevor sie parallel in meine Richtung lief, war sie die ganze Zeit hinter mir, was sich für mich gut anfühlte, denn ich sah sie ja nicht vor mir laufen. Für Heidi war das natürlich schlecht. Dazu kam noch, dass ihre Strecke von mehr Kurven durchzogen war als meine. So war ich immer ein wenig weiter voraus, was sich psychologisch unschön auf ihre Kondition auswirken musste. Letztlich stellte sich heraus, dass ich zwar etwas früher am Treffpunkt war, aber eben nur etwas. Genau die Strecke, die sie nämlich extra laufen musste. Mit anderen Worten: Ich bin nicht schneller, hatte nur mal ein Formhoch beim letzten Mal und wir müssen solche albernen Kinkerlitzchen nicht mehr verantstalten und ich kann weiter auf meine Liebste aufpassen und sie vor Irren beschützen. Das war gar nicht der eigentliche Teil des Posts, sondern nur eine wichtige Klarstellung. Nun folgt der wirklich interessante Bericht, zu dem ich eigentlich gern noch ein paar Bilder beisteuern möchte, aber im Moment sind die noch in der Kamera und der Laptop hat keinen Kartenleser.



Kahlschlag:
Gestern trafen Schwager und Schwägerin in spe hier ein, um bei unserem Garten-Dauer-Projekt zu unterstützen, bei dem auch viel Geld über die Theken von Baumärkten und Outdoor Geschäften gereicht wird: Dem Fällen der insgesamt 10 Koniferen (in unserem Fall Fichten, glaube ich, vielleicht auch Tannen). Ich hatte zuvor eine 3teilige Leiter gekauft, die immerhin eine Höhe von 7 Metern erreicht und Heidi hatte eine Teleskop-Astschere bezahlt (mit den Worten: Auch wenn Du mal ausziehst, muss ich immer noch irgendwelche Äste abschneiden), die sich auf 6 Meter fünfzig ausziehen lässt. Toll!
Wie immer wurde der sexy Klettergurt übergestreift und die Sicherungsvorrichtung eingehängt (das waren die ersten 100€). Dann die Leiter rauf (die zweiten 100€), dann das Seil angebracht (85€). Und schon konnte die Sägerei losgehen. Sie ging aber nicht los, denn diesmal hatten wir noch die Astschere (90€), mit der schon vor der lästigen Sägerei das gröbste an Ästen und Zweigen abgeschnitten werden konnte, was wiederum den abzusägenden Teil des Baumes wesentlich leichter machte. Dann aber endlich sägen, ziehen und runter damit. Leider hatte Sophies Schaukel sofort einen Knick von dem herunterfallenden 200 kg Baumteil abbekommen. Mittlerweile will sie eine Neue.















Alle leben noch.
Die nächsten Scheiben wurden dann mutig mit der Kettensäge heruntergeholt. Und bei der nachmittäglichen Essenspause wurde festgelegt, dass noch ein zweiter (dann schon Nummer 4 auf der Liste!) Baum dran glauben musste. Dieser war noch gut 3 Meter höher aber wir hatten ja Blut geleckt und waren außerdem noch mutiger und adrenalisierter geworden. So kam es, dass das erste abgesägte Stück doch länger war als gedacht und beim Fallen (während des Falls knickte die Spitze des Baumes ein!) ein Zaunsfeld einriß. Dennoch: Noch mal gut gegangen. Auch hier wurden die Reste des Stammes mit der Kettensäge heruntergeholt und siehe: Es ward Licht im Garten. Alles in allem eine gelungene Aktion. Jeder Baum, der fällt, bringt uns ein Stück Gartenland zurück! Und noch immer sind alle am Leben.
Heute hatte ich eine wie mir scheint wunderbare Idee: Die Bäume sollen ja nicht sinnlos vergehen: Die Stämme werden zu einem wunderbaren Kletterturm zusammen gebaut, den ich während des Sommer schon einmal vorbereite. Wenn alle Stämme zusammengekommen sind, wird das Ding vermutlich 2 Meter hoch!
Ich sehe zu, dass ich noch Bilder vom Schauplatz anfüge.

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