Dienstag, 19. Juni 2007

richtig einkaufen

Hatte heute morgen neben dem Laufen noch einen Job zu erledigen: Brötchen holen. Nun ist es so, das im Stadtteil zwei Bäcker miteinander konkurrieren, einer auf er linken, einer auf der rechten Strassenseite ungefähr auf gleicher Höhe. Die Bedienungsfrauen des Bäckers auf der rechten Seite sind arrogant und irgendwie "schillernd", jedenfalls scheint man es sich so einzubilden. Die Damen auf der linken Seite sind nett und sagen sogar guten Tag, selbst wenn man nicht der Herr Doktor oder wer auch immer Bekanntes ist. Ganz schön provinziell halt.
Normalerweise werden die Brötchen bei dem "bösen" auf der rechten Seite gekauft, weil es irgendwie doch bequemer ist und man die Strassenseite erst etwas später, zum Beispiel an einer Ampel, wechseln muss. Heute Morgen nun habe ich es mir anders überlegt. Und so begab es sich, dass ich direkt vor den Augen der arroganten Verkäuferinnen des rechtsseitigen Bäckers die Strassenseite wechselte, sogar noch 100 Meter in die falsche Richtung lief um dort in den guten Bäcker einzukehren. Und hier bin ich nun: Ein stolzer Konsument, der es mal wieder allen gezeigt hat, indem er seine 1,50 an der richtigen Stelle ausgegeben hat. Lustig war dann, dass Justin sich 3 Euro Restgeld von der Waschmaschine geschnappt hat, die ich aus der Jogginghose ausgepackt hatte, bevor ich diese hineinlegte. Bei uns existiert eine Regel, nach der die Kinder sich herumliegende Geldstücke nehmen dürfen. Aber da so etwas auch Grenzen haben muss, verlangte ich die 3 Euro zurück (immerhin, er hat es zugegeben, sie genommen zu haben) und gab dafür 1,50 her. So habe ich letztlich 3 Euro für 6 Brötchen ausgegeben, aber wenigstens an den richtigen Stellen.

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