... und bar der Möglichkeiten, etwas daran zu ändern. Heute morgen war ein Ausdauerlauf angesetzt, wir wurden aber durch einen Aufmarsch von Christen mehr oder weniger daran gehindert. Man könnte sogar soweit gehen und behaupten: Wenn die Christen nicht gewesen wären, hätten wir nicht einen alternativen Weg nehmen müssen und meine Freundin wäre nicht gestürzt und so weiter.
Aber so nachtragend will ich mal nicht sein. Es ist dennoch erstaunlich, wie tapfer die Anwohner den ganzen Kirchentag ertragen haben. Anscheinend brauchen wir solche einen Massenauflauf wenigstens ein Mal pro Jahr: Papstbesuch, WM und nun die Protestanten mit ihren lauten Liedern. Aber nun ist es überstanden und es bleibt der Eindruck von einer doch noch recht gewaltigen Kraft, die da durchaus auch viele sehr junge Menschen in ihren Bann zieht. Junge, liedersingende Menschen, wohlgemerkt. Aber auch in der Öffentlichkeit pinkelnde! Dank der orangefarbenen Halstücher kann man ja sehr leicht unterscheiden, wer nun Kirchentagsbesucher ist und wer normaler Bürger. Und Donnerstag Morgen konnte ich beobachten, wie einer der Orangierten Besucher einfach so, mir nichts dir nichts, in die Böschung neben dem Gehweg pinkelte und danach einfach weiter ging. Tsss.
Immerhin hat der Geburtstag eigentlich von dem Krach, der von der Großveranstaltung herüberwehte, profitiert: Jeder Nachbar, der sich mit Sprüchen wie "gehts noch lauter" oder "ich ruf gleich die Polizei" an uns gewendet hätte, hätte sich ziemlich lächerlich gemacht, denn, was immer wir auch aufgeboten hätten, das heilige Grundrauschen war auf jeden Fall lauter.
Meinen Garten hat dies alles übrigens gar nicht weiter interessiert. Dank des feucht-warmen Wetters gedeiht alles prächtig.
Immerhin: Der Hase hat die Sperren eines der Beete über- (oder unter-) wunden. Vorgestern sah ich ihn etwas verwirrt (vermutlich weil er nicht wußte, wie er wieder herauskommen sollte), innerhalb eines der umzäunten Beete sitzen. Er kaute noch an der gerade zerfleischten Tomatenpflanze. Immerhin ließ er sich widerstandslos pflücken und wieder auf die Wiese setzen. Nach ein paar belehrenden Worten ist er dann davongehoppelt, der Arme!
Ich habe daraufhin ein paar alte Heringe herausgekramt und das Drahtgeflecht so am Boden fixiert. Nun geht wirklich nichts mehr.
Vielleicht noch ein Wort zu den Geburtstagsgeschenken: Also zunächst mal sei allen gedankt, die was damit zu tun hatten. Ich bekam unter anderem eine feine Schnittschutzhose für die nächsten Kettensägenmassaker, die im Garten veranstaltet werden, 3 Akku betriebene Nachtleuchten, die mit weissen LEDs funktionieren, eine tolle Schwimmbrille (hoffentlich wird sie bald ausprobiert) und eine mit 20 bunten Glüchlampen ausgestattete Outdoor Lichterkette, die nun gemeinsam mit den LED Lampen, den Garten auf charmante Weise schmückt. Schön. Es lohnt sich wieder, Geburtstag zu haben.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen