Also so schlimm war es gar nicht, aber es ist ein schöner Gleichklang zu "Ein Jahr in der Hölle", dem Film von Peter Weir. Im Grunde war die Woche gar nicht so schlimm, es gab nur keinen Brückentag mehr und so kam es zur 5 Tage Woche. Und ich war die ganze Zeit müde, weil die Kleine Dienstag Nacht zu uns ins Schlafzimmer gekrochen kam und ich aus Platzgründen freiwillig auf Sofa umgezogen bin und in dieser Nacht kein Auge zugemacht hatte. Sophie kommt nicht mehr allzu oft zu uns ins Bett. Anscheinend beschäftigt sie etwas sehr. Jedenfalls hatte ich einfach nur eine müde Woche, was sich erst am Wochenende gegeben hatte. Sonst habe ich eigentlich nichts auf die Reihe bekommen.
Im Gewächshaus ist ein Kasten mit Petersilie zugrunde gegangen, weil der keine Löcher hatte und das Wasser nicht abfließen konnte. So hatte ich ein ganzes Bündel Petersilie für den Hasen - der hat sich gefreut. Dieser Vorfall thematisiert wieder einmal, wie viel Aufmerksamkeit man auch dem kleinsten Detail schenken muss, will man eine reiche Ernte einfahren. Immerhin habe ich die Stangenbohnen mit Maschendraht beschützt. Hierfür habe ich eine einfache aber wirkungsvolle Technik entwickelt: Einfach etwas Maschendraht von der Rolle abwickeln und dann mit Zeltnägeln im Boden fixieren. Der Hase kann da keinen Schaden mehr anrichten. Immerhin ist die größte der Stangenbohnen nun schon etwa 160cm hoch geklettert.
Aber als Leser merkt man sicher schon: Es ist einfach nichts passiert.
Doch, heute sind Justin und ich mit den Rädern, die ich gestern aufwendig überholt habe, eine 30 km Tour gefahren und wir waren ziemlich schnell. Nächstes Wochenende ist eine ausgedehnte Tour geplant, die Justins Onkel organisiert und ins Leben gerufen hat, da mussten wir schon mal trainieren. Und ich habe endlich wieder etwas dünnere Reifen drauf, nichts schleift mehr und die Post geht ab!
Anscheinend musste ich die unproduktive Woche mit Shopping kompensieren. Neben den bereits erwähnten Reifen gab es auch noch ein Paar für meine Liebste, weil die schon seit Monaten über ihre, wiederum zu dünnen, Reifen klagt. Aber meine Freundlichkeit stieß nicht auf Gegenliebe oder Dankbarkeit. Erst als heute die Testfahrt mit dem neu bestückten und auch sonst an so einigen Stellen reparierten Rad unternommen wurde, kamen Worte des Dankes aus ihr heraus.
Zudem kaufte ich für Heidi eine ISO Matte und einen winzig-Schlafsack für die Radtour. Von dem Schlafsack (der so nicht vorher abgesprochen war) zu erzählen wagte ich erst nach der Anerkennung meiner Leistung als Mechaniker.
Dennoch wurde ich mit Vorwurf enttäuscht. Naja, aber nun hat sie wieder ein tolles Rad und eine smarte outdoor Ausrüstung. Spätestens bei der Radtour wird sie mir wieder um den Hals fallen. (Bilde ich mir ein). Was für ne Woche.
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