Übermorgen findet die Hochzeit von H. statt. Ich habe mich im Eifer des Gefechts vor ein paar Wochen morgens auf dem Weg zur Arbeit beim Hören des bekannten Titels salty candy von A. Green dazu bewegt gefühlt, diesen Titel, gemeinsam mit meinem besten Freund vor versammelter Hochzeitsgesellschaft vorzutragen. Nicht nur, dass dieser Titel, wie anscheinend auch das gesamte Lebenswerk von Herrn Green, eigentlich genau gar nicht für eine Hochzeit taugt, es ist auch noch ein einziger Krampf für die Finger und die Stimmbänder. Die größe Komplikation kommt aber noch: Wir, die Vortragenden, wohnen nicht mal in der selben Stadt. 500 Km Distanz trennen uns, so dass wir uns mit hin- und hergeschickter Begleitmusik und Diskussionen am Telefon begnügen mussten.
Zu diesem Elend kommt noch, dass ich eigentlich nicht weiß, was ich anziehen soll. Aus dem einzigen Anzug bin ich "herausgewachsen" (grauenhaft) und über meine adrette komplett weiße Kluft hat sich meine Freundin vor Lachen nicht mehr eingekriegt. Was mache ich eigentlich in diesem Leben? Was läuft falsch? Naja, letztlich wurde das total-weiß in ein Weiße-Hose-mit-dunkelgrünem-Hemd Look umgebaut und es geht einigermaßen. Wo sind sie nur hin, all die eleganten Klamotten von einst. Irgendwie sind die im Laufe der letzten 6 Jahre gegen immer weitere Kapuzenshirts und Kombathosen ausgewechselt worden. Mist.
Gerade saß ich noch mit der Gitarre auf dem Schoß vor dem Computer und besang die von Remark bereitgestellte Endlosschleife. Grauenhaft. Aber morgen abend kann er es wenigstens mal beurteilen. Im Moment hänge ich noch in der Luft. Noch einen Tag arbeiten, früh Feierabend machen, noch eben schnell die 500 km mit dem alten Fiesta überbücken, und dann kann's losgehen. Ich werde berichten.
P.S.: Wer dachte, dass hier nur über den blöden Hasen berichtet wird, lag falsch :o)
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